Diskussionen über sogenannte “Killerspiele” sind meist nurnoch lästig und unnötig. Zwei verhärtete Fronten treten sich gegenüber, deren Ansichten sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Die Tatsache ist inzwischen ein alter Hut.
Trotzdem verwunderte mich die Aktion des “Bündnis Winneden”, denn diese stellten letzten Samstag einen Container auf, in den Jugendliche ihre Gewaltspiele hineinwerfen sollten. Das “Bündnis Winneden” ist ein Zusammenschluss aus Eltern, die zumeist Angehörige des Amoklaufes Winneden waren. Ausbeute waren, laut der Stuttgarter Zeitung, zwei dutzend Spiele. Über den Sinn und Unsinn dieser Aktion lässt sich mit Sicherheit streiten. Trotz der mageren Ausbeute, will das Bündnis die Aktion auf mehrere Städte ausweiten.
Wie viele Spiele wirklich in dem Container lagen, lässt dieses handyvideo erahnen, das zurzeit auf Youtube kursiert.

Aber die wahren Probleme des heutigen Schülertums, wie zu hoher Druck in den oberen Bildungsreihen, Mobbing und soziale Ungerechtigkeit in der Schule sowie die steigende Zahl der Abgänger wird natürlich gut umschifft, denn das Wahre Übel an der Wurzel zu packen, ist wohl vielen zu offensichtlich.

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